Aktuelles vom 21.03.2012

Wohnprojekte Gemeinsames Wohnen im Alter? Eine echte Alternative?

Die jungen Alten, die einen immer größer werdenden Teil der Bevölkerung ausmachen, fragen sich zunehmend wie sie im Alter leben und wohnen wollen. Insbesondere in der Phase zwischen 50 und 60 Jahren wird insbesondere von den Frauen und Männern, die in Jugendzeiten viel mit anderen Menschen zusammen waren, oder auch die heute über einen großen Freundeskreis verfügen, festgestellt, dass es zumindest intensiv zu prüfen ist, ob nicht ein stärkeres Zusammenleben mit Gleichgesinnten im Alter sinnvoll sei.

In der Regel findet sich in der frühen Phase eines Wohnprojektes eine Gruppe zusammen, die über einen längeren, in der Regel sehr intensiven, Austausch die Ziele und die Art des Zusammenlebens, die Rechtsform und letztlich auch die Lage und Größe und Art der Immobilie überdenken.

Um nach dieser Findungsphase auch in die Projektphase zu kommen, ist ein hoher Organisationsgrad der handelnden Personen von ausschlaggebender Bedeutung. Es kann im Rahmen des Findungsprozesses nicht selten passieren, dass auch wieder Personen ausgetauscht werden. Mit Erreichen des Projektstatus bzw. der Verbindlichkeit über die gemeinsame Durchführung des Projektes sollte der Kreis der Personen feststehen.

Da Wohnprojekte in sehr unterschiedlicher Form entworfen und umgesetzt werden kann hier keine allgemeingültige Vorgehensweise und Zielerreichung definiert werden. Deutlich wird aber, je mehr Personen das Objekt betreiben, um so mehr muss organisatorisch geregelt werden. Dies beginnt mit einer verabschiedeten Gemeinschaftsordnung, mit einer Geschäftsführung der Gemeinschaft und endet auch mit der Regelung, wie geht man mit Konflikten um und wie kann auch - ohne größeren Schaden für die Gemeinschaft - sichergestellt werden, wenn Einzelpersonen oder Ehepaare aussteigen wollen.

Zusammengefasst kann man sagen, dass diese Art zu Wohnen die höchsten Ansprüche an die Integrationsfähigkeit von Menschen einschließt und viel Toleranz erfordert. Von der reinen Immobilienseite her stößt diese Art zu Wohnen aufgrund ihres Minderheitenstatus weder im Bereich der Banken noch im Bereich der Architekten und in der ausführenden Bauwirtschaft auf großes Verstandnis. Vielmehr ist je nach Region noch immer eine intensive Pionierarbeit notwendig. Einzelne Teilnehmer, insbesondere aus der unternehmerischen Wohnungswirtschaft, versuchen erste Objekte zu entwickeln, diese erreichen aber in der Regel nur den Status eines weiterentwickelten Mietobjektes. Von all denen, die ihr Projekt realisiert haben wird in der Regel eine große Zufriedenheit berichtet. Das entstandene soziale Netzwerk in Verbindung mit einer neuen oder modernisierten Immobilie bringt für viele einen Grad der Akzeptanz, der in der Regel bei konventionellen Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäusern nicht erreicht wird.

Abschließend ist aufgrund der Erfahrung mit solchen Projekten davon auszugehen, dass es sich in der Regel um eine anstrengende Projektphase handelt und dies aber in der Wohnphase durch viele erwartete und erreichte Vorteile aufgewogen wird.
Der Autor steht für die Begleitung von Wohnprojekten zur Verfügung und erwartet gerne hierzu Ihre Rückäußerung.


Volker van Emmerich
Betriebswirt
Tel. 02102 9929-22
info@vanemmerich.de

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